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Premiere gelungen – Erster Filmtag von Slow Food Lausitz E-Mail
Geschrieben von: Anke Knaak   

Am 24. März 2018 fand unser erster Filmtag statt und wir waren zu Gast an einem traditionsreichen Ort – der „Alten Bäckerei“ in Großhennersdorf. Diese beherbergt nicht nur das Kulturcafé und das Kunstbauerkino, sondern auch die schon in der ehemaligen DDR entstandene Umweltbibliothek.

 

Gestartet wurde mit dem Film „Das System Milch“, welcher sich mit verschiedenen Seiten der Milcherzeugung, der Verarbeitung und der Vermarktung beschäftigt und dabei jeweils die Akteure – vom Biolandwirt bis zum Manager des Lebensmittelkonzerns - selbst zu Wort kommen lässt. Beleuchtet werden die Konsequenzen der derzeitigen Vorgehensweise auf die Menschen, die in verschiedenen Betriebsformen Milch erzeugen; auf die Menschen, die die Produkte – vor allem die stark industriell überarbeiteten wie z. B. Milchpulver – konsumieren sollen und nicht zuletzt auch auf die Tiere und die Umwelt.

Sätze wie „Mit der Gülle verdienen wir mehr Geld als mit der Milch“ oder „Muss alles immer größer und globaler werden?“ bleiben hängen und drängen dazu die eigene Rolle als Beteiligter am „System Milch“ zu hinterfragen.

Entsprechend angeregt wurde nach der ersten Filmrunde diskutiert – unterstützt vom vegetarischen „Bäcki“-Mittagsbüffet.

Der zweite Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ startete mit großen Vorschusslorbeeren der Kinokritik „Nach diesen zwei Stunden Kino lebt niemand einfach so weiter wie vorher.“ Zunächst wurde nochmal nachdrücklich auf den fortschreitenden Klimakollaps und die Unmöglichkeit des UNBEGRENZTEN Wachstums verwiesen – aber hauptsächlich ging es um real existierende ;-) Beispiele für lokale Bündnisse, die z. B. in Detroit auf Brachflächen Obst und Gemüse für den Eigenbedarf herstellen oder in Großbritannien eine eigene Stadtwährung verwenden um die lokale Wirtschaft gegenüber den globalen Unternehmen zu fördern. Hingewiesen wurde auf die inzwischen bestehenden Möglichkeiten zur Deckung des Energiebedarfes aus erneuerbaren Energien; verbunden mit der Frage wie viel des derzeitigen Energieverbrauches tatsächlich mit Lebensqualität und welcher Anteil ohne weiteres eingespart werden könne (wer braucht z. B. wirklich elektrisch betriebene Werbeflächen?).

Der Film endet mit der Aussage „Es ist nicht zu spät, aber wir müssen uns bewegen – jetzt!“ Wir sind gespannt, was unsere Gäste und wir aus diesem Input machen ;-)

Unser Filmtag endete inspiriert und entspannt bei Kaffee und Kuchen.

Gern weisen wir an dieser Stelle auf die Internetauftritte von Café und Kino in Großhennersdorf hin. Vom 15.-20.5. findet dort das 15. Neißefilmfestival statt.

https://kulturcafealtebaeckerei.jimdo.com/

https://www.kunstbauerkino.de/

 

Bilder vom Filmtag

 

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Kulinarische Wanderung durch den Mortelgrund
Beginn: 26.05.18, 11:00

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