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Ernährungsgeschichte Sachsens in einem Satz

Sachsen hatte in der Vergangenheit durch den Dresdner Hof, den Adel, die Großkaufleute und die Gastronomie Anteil an der gehobenen und exquisiten europäischen Küche. Seit der Renaissance wurden Nahrungsmittel, Kochweisen und Tischsitten der feinen italienischen, englischen und französischen Küche rezipiert und kulinarischer Genuss auf hohem Niveau gepflegt.

 

Historische Rezepte aus Sachsen

Hirschen / Rehen: undt Schweinen wildprett auch ander fleisch in Gewürz einzumachen.[1]

Nemet das Wildprett oder das fleisch, was es sey, unndt seudt es erstlich in waßer, geus dann

dieselbige suppenn herab, unnd mache eine andere darann, Nim eine feiste Rindfleischbrühe, ein meßlein Wein, unndt ein glas gutenn eßigk, hacke dann ein gut teil äepffel oder Zwiebelnn,welches mann am liebstenn hat, Brenne ein wenig schönn mehl in heißenn schmalz unndt thue es daran, Las siedenn unndt treibe es darnach durch, thue dann kleine oder große rosinenn daran, auch Zucker, Ziemett, ganze Mußcatennblüet, Ingwer, pfeffer unndt saffrann, Lege das wildprett darein, unndt laß noch eine weile siedenn, Richte es darnach ahn, unndt streuhe Ziemet darüber.

Will mann es aber in einenn braunen sodt haben, so weiche eine Kellenn voll Kirschmues oder kirschsafft in wein, treibe es darmit durch einen Durchschlagk oder sieblein, würze es mit Ziemet, Zucker, Ingwer, pfeffer unndt negelein, geuß noch ein gleßlein wein daran, lege das wildprett oder fleisch darein, undt las ein wenig mit der Brühe siedenn, thue dann geschnittene mandeln unnd kleine Rosinen darann, so wirdt es recht undt gut,

So mann es aber in einem schwarz sodt habenn will, so nim die farbe oder das blut vonn Wildprett oder anderen fleisch, treibe es mit eßigk oder Wein durch ein sieblein, oder tuch, röste klein gehackte Zwiebeln in einer Butter, unndt thue sie darann, auch ein wenig gerieben Rockennbrodt, würze es wol mit Ingwer, viel pfeffer, negelein, Ziemet unnd Zucker, Lege das gekochte wildprett oder fleisch inn die Brühe, las mitteinander siedenn, man mus aber achtung darauff gebenn, das es nicht anbrenne, noch die suppen Zu dicke wirdt, man mag auch wohl anstadt deß Zuckers, Honig oder Syrup gebrauchen So wird es auch recht und gutt.

[1] Quelle: Ein schönes nützliches vnndt köstliches Kochbuch vor Fürstliche personen, Auch vor Fürnehme vom Adell vnnd Haußwirthe inn deroselbigen Küchenn zugebrauchen (16. Jahrhundert Handschrift).

 

Termine Dresden

Dresden: Schneckentisch
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Dresden: „Jeder backt sein Brot selbst“
Beginn: 26.09.17, 18:00

Dresden: Schneckentisch
Beginn: 18.10.17, 19:00

Dresden: Schneckentisch
Beginn: 15.11.17, 19:00

Dresden: VINELLO.tasting - Wein & Brot im VINELLO.Store
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Slow Food Stammtisch in Görlitz
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Slow Food Lausitz kocht
Beginn: 21.11.17, 17:00

Termine Leipzig-Halle

Ernteduell - Wer zieht die schwerste Möhre?
Beginn: 01.10.17, 15:00
Ende: 01.10.17, 20:00

Äpfel ernten und entsaften
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Ende: 21.10.17, 15:00